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Bergwerksmuseum
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Das Museum Grube Glasebach

Der Bergbau in der Region Unterharz-Straßberg ist seit einigen Jahrhunderten nachweisbar. Das heute als Besucherbergwerk genutzte Grubengebäude  selbst ist vor 200 bis 300 Jahren entstanden, die übertägige Anlage vermittelt uns einen Einblick in die Montangeschichte der jetzt bereits wieder als Vergangenheit anzusehenden DDR-Rohstoffgewinnung.

In seinen ersten Phasen war der Bergbau auch in Straßberg und Umgebung auf die Erzsuche ausgerichtet. Allmählich und vor allem in der letzten Betriebsphase im 20. Jahrhundert wurde die Förderung von Flussspat der wichtige und zuletzt einzige Betriebszweck. Der Sammlungsschwerpunkt und auch Denkmalbestand der Grube Glasebach ist somit einmalig in der Harzer Montanlandschaft. Die Förderung von Gangerzen ist natürlich Gegenstand der Beschreibung des historischen Bergbaus sein, der Fluoridbergbau aber allgegenwärtig DAS Thema dieses Museums, des halb ja folgerichtig auch die Bezeichnung "Museum des Harzer Flussspatbergbaus".

Nutzung der Anlage

Die auf der Grube Glasebach vorhandenen beeindruckenden Zeugnisse und Exponate können in faszinierender Weise die technische Entwicklung des Bergbaus von älteren eisernen und hölzernen Betriebsgeräten, den jahrhundertelangen Einsatz der Wasserkraft bis hin zu elektrischen und pneumatischen Antriebsarten am Originalort ihres früheren Einsatzes zeigen. Nach den Jahren des Sammelns und Restaurierens steht momentan die Schaffung eines attraktiven Präsentationszusammenhanges der Zeit-Raum-Schichten dieser Anlage für den Besucher. Die gesamte bauliche Grubenanlage soll als Exponat begriffen werden. Die Gebäude sind nicht Kulisse für eine "Bergbauausstellung", sondern sind in ihrer jeweils zu erkennenden Funktion mitsamt ihren technischen Einrichtungen das wichtigste Sammlungsgut!

Die "Grube Glasebach" besteht, bezieht man die Aufbauphase mit ein,  als museale Einrichtung nunmehr über 10 Jahre. Die offizielle Eröffnung erfolgte 1995.

Die Grube Glasebach ist in ihrer Gesamtheit als Museum begehbar und - vor allem im untertägigen Bereich - erlebbar.

Die Übertageanlagen und damit das Denkmalensemble der Grube Glasebach befinden sich heute im Eigentum der Gemeinde Straßberg. Der alte Glasebacher Stollen sowie das untertägige Grubengebäude sind teils Bergbau ohne Rechtsnachfolge oder  in Verwaltung der GVV.  Über die Nutzung als Besucherbergwerk gibt es zwischen dem Betreiber und der GVV langfristige Verträge.

 

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Der Übertagebereich, d.h. die Gebäude aus den 50er Jahren, die technischen Einrichtungen und  das Museumsgelände werden sowohl als "in situ"-Objekte und als auch als Kulisse für die museale Darstellung des Straßberger Bergbaus genutzt als auch für die Infrastruktur der Besuchereinrichtung.

In dem südlichen Gebäudekomplex, der sich  vor allem durch durch die technischen Einrichtungen des Montandenkmals präsentiert, ist zugleich überwiegend die in sich noch nicht durchgängig aufgegliederte museale Bergbau-Ausstellung  untergebracht. Dem Besucher wird ein geführter Rundgang zu weiteren Räumlichkeiten wie dem Notstromaggregat, der Grubenrettungsstelle, der Lampenstube und der Schachthalle ermöglicht.

Ausstellung Bergbaumuseum

Die Museumsausstellung ist räumlich von anderen Museums-Einheiten getrennt und wird in Sammlungsgebiete aufgegliedert, die in vier Ausstellungsräumen Platz finden:

- historischer Bergbau in Straßberg, die Lagerstätte und die Grubenbetriebe mit Technik-, Bergbau- und Sozialgeschichte.
- Das Mineral Flussspat (aus dieser Lagerstätte und den anderen Harzer Flussspatrevieren) sowie die hiesigen Erz- und Mineralvorkommen.
- Die DDR-Grubenbetriebe in Straßberg und Rottleberode,  moderne Grubentechnik.
- Der Rohstoff Fluorit und seine Verwendung, das strategisch wichtige Mineral.

 

Exponate des historischen Bergbaus

Die beweglichen technikhistorischen und sozialgeschichtlichen Exponate aus den früheren Betriebsphasen der Grube Glasebach oder auch die der früheren  Unterharzer Gangerz-Grubenreviere sind die Exponate des historischen Bergbaus. Sie sind themenbezogen innerhalb des Museums auf verschiedene Standorte verteilt (Ausstellung, Mineraliensammlung, Freigelände, Grubengebäude), charakterisieren aber eine zeitspezifische Exponatgruppe.

 

 

Exponate des industriellen Bergbaus

Die Zeitgrenze zwischen historischem und industriellen Bergbau wird etwa in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts gesetzt. In weiten Bereichen des Harzes endete zu dieser Zeit der Jahrhunderte andauernde Bergbau. Die wenigen weiterfördernden Grubenbetriebe arbeiteten mit sich ständig der fortschreitenden technischen Entwicklung angepassten technischen Systemen. Exponate wie Grubenbahnen, Handhaspel  oder Überkopflader sind Zeitzeugnisse des modernen bzw. industriellen Bergbaus.

In das Sammlungsgut des  Museums Grube Glasebach  sind auch etliche vom Fluor-Schacht translozierte Geräte und Fahrzeuge  aufgenommen worden. Sie repräsentieren die letzte Betriebsphase.

 

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